Boden,
Klima
Das Wullersdorfer
Becken ist ein typisches Sand- und Mergelhügelland, es gehört
zur Molasse-Zone. Die Böden sind durch eine gute Humusauflage
und mächtige Lößschichten gekennzeichnet, der hohe Kalkanteil
und die Muschelkalke stammen aus jener Zeit, in der hier ein Meer
war.
Es herrscht ein kontinentales Klima mit trockenen, heißen
Sommern, eben ein typisches Wein-Mais-Klima. Das Wetter gilt als
sehr extrem und unberechenbar.
Durch das kontinentale Klima entstanden typische
Steppenschwarzerden (Böden aus kalkhältigen, feinen
Lockermaterialien, die nach der Eiszeit entstanden). Dies sind
schwere Böden mit guter Wasserspeicherfähigkeit.
Niederschlagsdurchschnitt von 1922 bis 1990: 454,9 mm
Min: 245,5 (1978)
Max: 722,4 (1940)
Niederschlags- und Temperatur-Mittel von 1991 bis 1998
| Jan | Feb | Mar | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | Mittel | |
| mm H2O | 14,5 | 12,1 | 29,7 | 38,1 | 54,9 | 69,9 | 64,4 | 54,5 | 47,4 | 31,9 | 39,9 | 27,2 | 484,6 |
| ° C | -0,4 | 0,6 | 4,5 | 9,7 | 15,1 | 18,3 | 20,5 | 20,6 | 14,8 | 9,2 | 3,5 | -0,4 | 9,7 |
Diese Mischung aus Boden und Klima stellt hohe Anforderungen an
die Bodenbearbeitung:
Die hohe Wasserspeicherung bewirkt ein langsameres Abtrocknen, zu
frühes Bearbeiten bringt dann Bodenverdichtungen. Ist der Boden
zu trocken, so verfestigt er sich stark, die Bearbeitung wird
deutlich erschwert - es bleiben nur wenige Stunden für eine
optimale Bearbeitung, daher auch der Ausdruck
"Minutenboden". Die gute Fruchtbarkeit der Böden wird
durch den geringen Niederschlag begrenzt - häufig kommt es im
Sommer durch Wassermangel zur Notreife des Getreides.